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Typ
Founder
 
 

Die (alte) Gründerszene.

Der Name des Chefs.

Die Mehrzahl der weltweit existierenden Unternehmen tragen einen ganz gewöhnlichen Namen. Den des Chefs. Oder Gründers.

  • PORSCHE

Historisch gewachsen. Und heute noch herausragend.

Helden der Manufaktur.

Old Time Specials.

Historisch ragt dieser Typ heraus. Er steht symptomatisch für den Beginn des größeren Unternehmens in der Privatwirtschaft. Vom Ziegelproduzenten der Antike (mit Logo – auf römisch-kaiserliche Verfügung hin) über große Handels- und Finanzhäuser (Fugger) ist der Gründer- oder Eigenname lebendig geblieben.

  • CHANEL

Gründungs- und Führungsmythen.

Epigonen der Fürsten.

Sozialprestige-Ausstellende.

Im Mittelstand ist er heute noch die Regel – beim Großunternehmen ist er meist ein Hinweis auf die Gründerperson. Die Eigentümerstruktur spielt dabei immer eine wichtige Rolle. Der Foundername-Typus ist eine klassische 19.-bzw. 20.-Jahrhundert-Erscheinung.

  • PEUGEOT
  • DIOR

Designer halten an diesem Prinzip fest.

Vertreter des Teuren.

Genieverdächtige Leistungen.

Der Typus ist auch heute noch ganz lebendig, wenn auch nicht ganz modern. Es gibt Gründe, warum das so ist und manchmal ist es nachvollziehbar. Besonders Designer sehen gerne ihren Namen auf den Produkten. Doch der Gründername tritt zurück zugunsten anderer Formen, insbesondere von Kunstformen (Neologismen).

  • BOSCH

Der Unternehmenspatriarch ist Vergangenheit.

Patriarchen der Geschichte.

Die neue Gründerszene macht Schluss.

Zusätzlich verschwindet der Typ des Unternehmer-Patriarchen mehr und mehr, was sich in der Namensgebung deutlich widerspiegelt. Globale Wirtschaftsentwicklungen, veränderte unternehmerische Denkweisen und sozioökonomische Umwälzungen sind nur einige Ursachen.

  • JOHNNIE WALKER

Kurz und bündig: Founder als Akronym.

Akronyme Macher.

Wir haben genug von Abkürzungen!

Kurz und bündig lässt sich ein Founder-Name natürlich auch abkürzen und gewinnt damit. Die Kombinationen werden nicht durchgehend nach einem bestimmten Schönheits- oder Klangbild gewählt. Sie sind oft durch den Namen vorbestimmt.

  • J. P. MORGAN
  • JOHN DEERE
  • DELL
  • D & G

Klangerscheinung aus Gewohnheit.

Ornamentische Künstler.

Einmal gewählt. Für immer gewählt.

Ihren Klang bezieht dieser Typ aus Gewohnheit. Wenn man ein Akronym in ein ästhetisches Logo-Ornament einsetzt, dann kann man eventuell hinzugewinnen. Die verschränkten Serifen-Buchstaben VL von Louis Vuitton zum Beispiel verfügen über einen gewissen Charme. Das Logo stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die Buchstabendarstellung ist dem royalistischen Bereich entlehnt. Das frühe Bürgertum fiel ja besonders durch Imitation des höfischen Habitus auf.

  • C & A
  • H & M
  • ABB

Formensprache und kollektives Unterbewusstsein.

Post-aristokratische Ausläufer.

Wendezeit. Auch bei den Brands.

Unser kollektives Unterbewusstsein scheint zu erkennen, dass diese Formensprache in die Zeit des Feudalismus zurückreicht und einen gewissen Reichtum ausdrückt. Damit wird eine Tradition weitergeführt, die heute noch Sinn macht, da sie ein gewisses aristokratisches Ambiente ausdrückt (wenn das gefragt sein sollte) – in der Kundennachfrage auf keinen Fall zu vernachlässigen!